Fussballverein Windenreute - Jugend
 


Die Geschichte des FVW
1932 - 2011
 
 

Trotz Kriegsunterbrechung ging der Sportgedanke nicht ver­loren.

Viel Zeit und Engagement einiger Individualisten und Sportfreunde waren der Garant für den Aufbau und Entwicklung des Vereines.

 Von der Idee bis zur Verwirklichung.

Man schrieb den. 5. April 1932 als sich mehrere Männer im Gasthaus Krone in Windenreute wie üblich trafen und alltägliche Geschehnisse zu diskutieren. Dabei kam man auf die Idee gemeinsam Fußball zu spielen und einen Verein zu gründen. Es entstand eine Interessen-Gruppe, der die nachstehend Genannten angehörten:

Franz Ibach1 Fritz Zäh, Richard Frei, Karl Kammüller, Karl Schneider, Gerhard Welz, Eugen Blum, Eugen Zäh, Fritz Kölblin, Hermann Schlenk, Emil Kölblin, Matthias Sillmann, Erich Kirschner, Karl Schmidt, Gustav Schneider und Adolf Danner.

 Nur wenig später traf man sich erneut mit der Absicht diese nun einmal ins Auge gefasste Idee zu realisieren. Nun schloss sich auch Wilhelm Behrens an, der als erster vereinseigener Schiedsrichter tätig wurde. Als nächstes mussten die erforderlichen Formalitäten in die Wege geleitet werden um den Fußballverein Hochburg - Windenreute existenzfähig zumachen. Mit dieser Aufgabe wurde Franz Ibach betraut, der als erster die Vereinsführung übernahm.

1932 und 1933 bemühte man sich ein Gelände zu finden, auf dem man auch Fußballspielen konnte. Ein solches fand man unterhalb der Staatsdomäne Hochburg. Nach Abschluss des Pachtvertrages musste das Gelände - Hang - allerdings erst noch bearbeitet und für den Spielbetrieb hergerichtet werden. Die Einweihung des Fußballplatzes am 1. Oktober 1933 wurde mit einem großen Festzug in Richtung Krumbach gefeiert. Schon bald konnte man auf dem neuen Platz die ersten Fußballspiele austragen.

 Nach dem Eintritt in den Verband wurde man in die Kreisklasse eingegliedert. Trotz der großen Arbeitslosigkeit kostete der Mitgliedsbeitrag in den Anfangsjahren schon 50 Pfennig. In den darauf folgenden Jahren rückte der Krieg immer näher und erfasste einige Fußballspieler, sodass der Verein auseinan­der zu brechen drohte.

 Nach den überstandenen Kriegswirren gab es wieder einige Männer die den Fußballgedanken aufleben ließen und sich um den Neuaufbau des Fußballvereins bemühten. So wurde der Antrag an das Bürgermeisteramt Windenreute gestellt, am 2O. Dezember 1947 eine Gründungs-versammlung durchzuführen. Diesen Antrag unterzeichneten: Karl Schmidt sen., Willi Zimmermann und Wilhelm Zäh.

Nach Genehmigung und Zustimmung der zuständigen deutschen Behörden, sowie der französischen Besatzungsmacht, wurde dann am 3. Januar 1948 der „Sportverein Hochburg­  Windenreute“ im Gasthaus Krone gegründet. Mit Genehmigung vom 19. Januar 1948 an konnte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden.

Noch im gleichen Jahr wurde auf Anregung des damaligen Vorsitzenden Karl Schmidt sen. eine Frauen – Handball - Abteilung gegründet. Am 27. Februar 1949 bestritt man das erste Freundschaftssiel. Das erste Verbandsspiel wurde am 8.September 1949 ausgetragen. Leider musste die Handballmannschaft 1950 wieder aufgelöst werden, da sich nur noch wenige Mannschaften am Spielbetrieb beteiligten.

Ein weiterer Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte war die alljährliche Austragung des ,,Hochburg-Wanderpreis-Turniers“. Erstmalig 1953 ausgetragen, dauerte es immerhin 15 Jahre bis der SV Wasser diesen Pokal in seinen endgültigen Besitz bringen konnte.

Zwischen 1954 und dem 25jährigen Vereinsjubiläum  im Jahre 1957 erhielt der Verein seinen heutigen Namen "Fußballverein Hochburg - Windenreute". Das Jubiläum wurde am 21. und 22. September im würdigen Rahmen begangen.

Der längst fällige Vereinsanschluss der Turn- und Gymnastikabteilung fand am 1. März 1967 statt.

Auch auf dem Gebiet der Unterhaltung war der Verein sehr darum bemüht, die Verbindung im der Einwohnerschaft zu festigen. Der ,,Bunte Abend" am 2. Dezember 1967, sowie die erstmalig stattgefundene Faschingsveranstaltung fand die allgemeine Zustimmung der Einwohnerschaft, was allein durch die Tatsache unterstrichen wurde, dass an beiden Abenden eine vollbesetzte Turnhalle anzutreffen war.

Der zu diesem Zeitpunkt immer umfangreicher werdende Spielbetrieb und die Unzulänglichkeiten auf dem alten Sportplatz, ließen die ersten Rufe nach dem Bau einer Sportplatzan­lage mit einem Clubheim laut werden. Bereits 1972 wurde mit dem Bau des Clubheimes und des Hartplatzes begonnen und kaum ein Jahr später konnte der Hartplatz mit Flutlichtanlage und das Clubheim der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nur wenige Jahre später befasste sich die Vorstandschaft mit einer neuen Herausforderung, dem Rasenplatzbau. Trotz finanzieller und technischer Schwierigkeiten nahm man 1978 diese Hürde in Angriff. Die Fertigstellung erfolgte im Jahre 1982, so dass die neue Anlage im Rahmen des 50jährigen Jubiläums offiziell eingeweiht werden konnte.

Die Anfangs der 80er Jahre durchgeführte Fußball-Wandertage ,,Rund um die Hochburg", wurden bei Teilnehmern aus Nah und Fern sehr beliebt.

Das stetige Anwachsen unseres Vereines erforderte eine intensive Vereinsarbeit und eine professionellere Organisation um einen reibungslosen Spielbetrieb zu gewährleisten. Durch die Gründung des Fördervereines am 03.11.1989 erhielt die Vereinsführung weitere Unterstützung.

Die Jahrtausendwende brachte auch einen Wandel im Denken der Fußballer in Windenreute. So waren es zwei Herren, Frank Enderle und Walter Roser, die auf drängen ihrer Töchter im Jahr 2000 eine Mädchenmannschaft ins Leben gerufen haben. Mit viel Engagement und Training schafften sie es, den Namen FV Windenreute wieder mit sportlichem Erfolg zu verbinden. So folgten mit den Juniorinnen einige Meisterschaften und Pokalsiege. Bis heute ist der Namen unseres Fußballvereins eine  feste Größe im Südbadischen Fußballverband, stellen wir doch mit ca. 80 Mädchen eine große Truppe begeisterter Fußballerinnen. 

Ein trauriges Ende nahm die traditionelle Fasnachtssitzung des FVW im Jahre 2001. Nach 34 Sitzungen war das Interesse der Beteiligten an einem Punkt angelangt, der ein Fortbestehen des bekannten
" Hellau und Ole, Fasnet beim FVW" unmöglich machte. Zudem war das Interesse der Bevölkerung so gering, dass das Ende der Veranstaltung einstimmig beschlossen wurde.

Am 28.05.2006 war es endlich soweit; nach 46 Jahren in der Kreisliga B schaffen die Aktiven des FV Windenreute die Meisterschaft in der Kreisliga B. In einem denkwürdigen Finale gegen Oberprechtal konnten sich die Jungs um den Meistertrainer Peter Worms mit 2:1 durchsetzen. 560 Zuschauer sahen in Windereute ein sportlichen Leckerbissen, den Christian Benninger mit seinem Führungstor einleitet und damit die Torschützenkrone der Staffel fest machte. Das Endergebnis von 2:1 reichte um eines der schönsten und bedeutendsten Feste am Sportplatz in Windenreute einzuleiten.

Einen Beweis für die gute Jugendarbeit und tolle Spiele lieferten die Windenreuter Mannschaften immer wieder. Egal ob es die D-Jugend um Ch. Karman oder die Mädchen von F. Enderle und W. Roser, waren, immer wieder können wir mit Stolz von unsere Jugend berichten. Gipfel dieser Leistung war im Sommer des Jahres 2007 die Deutsche Meisterschaft im Speed-Soccer, erreicht durch die Viertklässer Debora Scheer, Elina Scheer, Katharina Gutjahr Theresa Gutjahr und Jana Eckert.   

Nach 75 Jahren FV Windenreute kann man voll Stolz behaupten, der Verein ist eine feste Größe in Windenreute geworden, sowohl in sportlichen als auch in menschlicher Hinsicht. Den nicht nur die direkt mit dem Fußball verbundenen Aktivitäten sind in Windenreute fest verwurzelt, auch die vielen Freizeitgruppen wie Pilates, Volleyball oder Fitnessturnen gehören mittlerweile zum festen Bestandteil des FV Windenreute und damit zur Gemeinde. Dieses Jubiläum wurde am 16.11.2007 in der Festhalle in würdigem Rahmen gefeiert. Viele Besucher aus Nah und Fern konnte der FVW begrüßen. Vertreter der Stadt sowie vom süd. Fußballverband waren ebenso gekommen, wie die Vereinsvertreter der Nachbargemeinden. Unter Mitwirkung des Musikvereins Windenreute, dem Männergesangsverein und der Happy Dance Group aus Emmendingen gelang es, ein kurzweiliges Programm zu präsentieren.

Einen historischen Moment in Windenreute; nach jahrelanger, erfolgreicher Jugendarbeit im Mädchenfußball, stand am 27.08.2008  die erste beim Verband gemeldete Damenmannschaft des FV Windenreute auf dem Platz. In einem Freundschaftsspiel gegen den SC Schliengen verloren die Damen zwar ihr erstes Spiel mit 1:4 Toren, setzten aber gleichzeitig einen Meilenstein in der Geschichte des FVW. Das erste Tor für den FVW schoss Laura Lay. In der folgenden Runde schaffte die Mannschaft um Ihre Trainer Frank Enderle und Rainer Fichtner die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Kreisliga A. Ausserdem erreichte die junge Truppe das Finale im Bezirkpokal, wo man denkbar knapp gegen Buchenbach mit 2:1 verlor.

Das neue Jahrzehnt steht ganz im Zeichen des Neuen. Im März 2010 tritt nach 10 Jahren an der Spitze des Vereins Vorstand Rainer Fichtner aus privaten Gründen zurück und Edwin Häringer tritt das Amt als 1. Vorsitzender an. Mit ihm zusammen beginnt die neue Vorstandschaft, die seit 12 Monaten geplanten Renovierung  am Clubheim. Im Juni 2010 bekommt das Haus am Kähnelacker ein neues Dach, neue Fenster und eine Solaranlage. Die Duschen werden komplett saniert und damit wieder auf den neuesten Stand gebracht. Der erste Teil der Sanierung ist zum Sportfest im Juni 2010 geschafft.

Sportlich sorgen die Damen des FVW in der Saison 2010/2011 für den Höhepunkt. Sie holen zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft und steigen in die Landesliga auf. Am 02.06.2011 schaffen Sie im dritten Anlauf den Sieg im Bezirkspokalendspiel und werden Bezirkspokalsieger. Als Vertreter des Bezirks Freiburg spielen sie in Frankreich im Euro-District Pokal gegen Colmar und gewinnen  als erste Mannschaft überhaupt den Titel für den Südbadischen Sportverband.

August 2011

 

 

Fußballverein Windenreute e.V.,  Im Kähnelacker 11,  79312 Emmendingen